Militärforschung: Schall, Kampfanzüge und Roboter


Merkwürdige Experimente des Professors Gavreau

Ein Gerücht macht seit kurzem die Runde: Die Franzosen besäßen ein schreckliches neues Gerät, mit dem sich im Umkreis von knapp zehn Kilometern alles Leben auslöschen lasse, unhörbarer Schall sei die todbringende Quelle, die Armee teste die lebensgefährliche Waffe bereits auf ihre Brauchbarkeit für kriegerische Zwecke, und das französische Patentamt habe dem unter Professor Wladimir Gavreau in den Laboratorien für Automation und Elektroakustik am Marseiller Centre National de la Recherche Scientifique entwickelten Mordinstrument unter den Nummern 131 551 und 437 460 sogar das Patent erteilt.

1968 Zeit.de - Neue Waffe: Infraschall?

Verteidigungsforschung

Zur Verteidigungsforschung (alternativ auch als Rüstungsforschung bezeichnet) gehören alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die der militärischen Verteidigung bzw. die den Streitkräften eines Landes oder eines Militärbündnisses dienen.

Weltweit führend ist zurzeit (2008) die USA, aber auch China, Russland, Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und Israel entfalten umfangreiche Aktivitäten auf dem Gebiet der Rüstungsforschung. Eigene Forschungsaktivitäten betreiben auch die NATO und die Europäische Union.

Abseits der großen Militärblöcke sind Nordkorea, Brasilien und Südafrika besonders aktiv.

Quelle: Wikipedia.org

Der Soldat der Zukunft

1,3 Billionen Dollar haben die USA bislang für den Anti-Terror-Kampf ausgegeben. Dazu kommt der Tod von über 6200 amerikanischen Soldaten. Um die Verluste in den eigenen Reihen zu reduzieren, hat sich die Waffenindustrie überlegt, in Zukunft ohne Soldaten in den Krieg zu ziehen. Stattdessen sollen Maschinen die Schlachten schlagen.

Militärforschung: Kampfanzüge, Fahrzeuge und Roboter

Militärtechnologie: US-Armee lässt Iron Man-Kampfanzug entwickeln

Iron Man ist eine Comic- und Filmphantasie - was das US-Militär freilich nicht davon abhält, eine ähnliche Rüstung für seine Elitesoldaten entwerfen zu lassen. Der "Talos"-Anzug soll seinen Träger vor Kugeln schützen und ihm übermenschliche Kräfte verleihen.

Mitunter, so scheint es, lässt man sich bei der US-Armee zuerst eine schöne Abkürzung für ein Projekt einfallen - um sich erst danach auszudenken, wofür genau sie stehen könnte. "Talos" dürfte dafür ein Beispiel sein. In der griechischen Mythologie gibt es einen bronzenen Riesen dieses Namens, der Kreta vor Feinden beschützte. Jetzt lässt das US-Militär den "Tactical Assault Light Operator Suit" entwickeln, dessen Anfangsbuchstaben sich auf wundersame Weise ebenfalls zu "Talos" addieren. Und tatsächlich: Es handelt sich um einen Kampfanzug, der sich zur stählernen Rüstung verwandeln kann, um seinen Träger vor feindlichem Beschuss zu schützen.

Die Geschichte der Versuche, mit Hightech-Kampfanzügen Soldaten in Supermänner zu verwandeln, ist ebenso lang wie bisher erfolglos. Bisher hat das US-Militär es kaum geschafft, den Fußsoldaten wie gewünscht mit elektronischen Hilfssystemen auszustatten und mit der Kommandozentrale zu vernetzen - obwohl derartiges seit den frühen neunziger Jahren versucht wird. Ein System wie "Talos" wirkt da wie der Versuch, den dritten Schritt vor dem ersten zu tun.

Die US-Armee lässt sich davon freilich nicht beirren: Das für Spezialeinsätze zuständige Special Operations Command (Socom) hat in einer Ausschreibung dazu aufgerufen, Ideen für das "Talos"-Projekt einzureichen. Das Ziel ist die Konstruktion eines Exoskeletts, das dem Soldaten das Tragen schwerer Ausrüstung erlaubt, ihn mit elektronischen Helfern ausstattet, Körperfunktionen wie Herzfrequenz, Temperatur und Flüssigkeitsversorgung überwacht und ihn obendrein vor feindlichen Kugeln schützt.

Letzteres soll durch eine "flüssige Panzerung" erreicht werden, die ein wenig an den Actionfilm "Terminator 2" erinnert: Eine spezielle Flüssigkeit in dem Anzug soll sich binnen Millisekunden verfestigen, indem man ein Magnetfeld oder eine elektrische Spannung anlegt. Nach Angaben der US-Armee arbeiten Forscher des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) an diesem Teil des Projekts.

"Es ist eine fortschrittliche Rüstung", sagte Karl Borjes vom Research, Development and Engineering Command der US-Armee. Sie enthalte außerdem Kommunikationsgeräte und Sensoren. Und: Schon im Sommer 2014 soll ein erster Prototyp vorgestellt werden.

Allerdings scheint "Talos" nicht überall für Euphorie zu sorgen. "Das wird ein aufgerüsteter Pinocchio", lästerte Scott Neil, ehemaliger Master Seargeant der US-Spezialkräfte und Träger des Silver-Star-Ordens, gegenüber der US-Zeitung "Tampa Tribune". "Jetzt kann ein Kommandeur einen Affen in einen Anzug stecken und uns auffordern, Maschinengewehrfeuer, Sprengfallen und schlechte Geheimdienstinformationen zugleich zu überleben. Und wenn man in dem Anzug stirbt, kann man gleich auch in ihm begraben werden."

Quelle: Spiegel.de

Star-Wars-Kampfanzug: So sieht der Terminator aus Russland aus

In Moskau wurde der Soldat der Zukunft vorgestellt. Der Prototyp erinnert an die Sturmtruppen aus den Star-Wars-Filmen und soll den Infanteristen der nächsten Generation zu einer mächtigen Figur auf dem Gefechtsfeld machen.

Der in Moskau gezeigte Prototyp eines Kampfanzugs ist kein serienreifes Militärmodell, aber auch keine reine Zukunftsvision. Zumindest mit der Einführung von Teilen der Ausrüstung wird in den Jahren nach 2020 gerechnet. Gezeigt wurde das Modell von der Nationaluniversität für Wissenschaft und Technik – ein Institut mit einer langen Tradition in der Entwicklung von Waffensystemen. Der Chefentwickler Oleg Chikarev sagte: "Wir zeigen hier unsere Vision des Kampfanzuges, den wir in den nächsten Jahren entwickeln wollen."

Wesentliches Moment ist ein sogenanntes Exo-Skelett. Die außenliegenden Verstärkungen von Rumpf und Beinen – beim Modell aus Titan – sollen durch Elektromotoren Kraft und Geschwindigkeit des menschlichen Körpers verstärken. Soldaten können damit schneller laufen und höher springen als der trainierteste Sportler – und das in voller Ausrüstung. Ohne Anstrengung können Infanteristen so schwere und wirksamere Waffen transportieren. An derartigen Entwicklungen arbeitet das Militär auf der ganzen Welt.

Brust, Rücken und Teile der Gliedmaßen werden durch kleine Plättchen geschützt. In diesem Anzug ist Body-Armour bereits im Grunddesign enthalten und muss nicht - wie heute – als zusätzliche Weste übergezogen werden. Ziel ist es, mit neuartigen Materialen – in der Diskussion ist High-Tech-Keramik - einen besseren Schutz bei geringerem Gewicht und Ausmaßen zu erreichen.

Neben dem Exo-Skelett ist der vollintegrierte Helm das Herzstück des Kampfanzuges. Er erinnert an eine Mischung aus Science-Fiction-Film und Motorrad-Helm. Natürlich soll er den Kopf des Soldaten schützen, grundsätzlich wird auch über eine eingebaute Filtermaske geatmet.

Die wirklichen Neuerungen sind allerdings die elektronischen Features. Nachtsichtgerät und Kameras sind Standard. Ziel ist es darüber hinaus, dem Soldaten weitere Informationen in das Display etwa von Drohnenkameras einzublenden.

Kein funktionsfähiges Modell

In Moskau weiß man auch, wie man Aufmerksamkeit erzeugt. Um eine möglichst erschreckenden Eindruck zu erzeugen, wurden die technischen Teile des Anzugs in Anthrazit-Schwarz gestaltet.

Auffällig ist allerdings, dass es sich um eine rein statische Präsentation des Anzuges handelt – weder Elektronik noch Exo-Skelett wurden in Aktion gezeigt. Niemand weiß, ob dieses Modell das Rennen bei der Ausrüstung der Streitkräfte macht.

Das russische Militär arbeitet auf jeden Fall am Kampfanzug der Zukunft. Bereits gezeigte Modelle des offiziellen Kampfanzuges "Ratnik-3" besitzen ebenfalls Exo-Skelette, ähneln aber in der Erscheinung stärker herkömmlichen Uniformen. 2016 bestätigte Oberst Alexander Romanyuta, Vorsitzender des Militär-Wissenschafts-Komitee des Heeres, beim Seminar "Kampfanzug. Ein Blick in die Zukunft", dass man sich mit High-Tech-Materialien, Exo-Skeletten und einer permanenten Datenverbindung zu jedem Soldaten beschäftigt.

Der Soldat braucht Strom

Im Fachblog "War Is Boring" wies James Simpson auf das Hauptproblem aller Ausrüstungen dieser Art hin: die Energie. Elektronik und vor allem das Exo-Skelett verbrauchen Strom, der nach Lage der Dinge aus einer Batterie stammt. Sollte der Strom versiegen, wäre der Anzug nicht nur nutzlos, er würde den Soldaten durch sein Gewicht extrem behindern. Selbst unter besten Voraussetzungen könnte eine Batterieladung den Anzug nicht mehrere Tage lang mit Energie versorgen. Insbesondere schwere Exo-Skelette, die Lasten von bis zu 300 Kilogramm bewegen sollen, wären nur wenige Stunden einsatzbereit.

Der in Moskau gezeigte Anzug könnte eine Antwort auf das Dilemma sein. Ist man bereit auf Herkulesaufgaben zu verzichten, könnte ein leichter Anzug in Alltagssituationen nur eine energiesparende minimale Unterstützung liefern und eine stärkere Unterstützung für "Superkräfte" nur im Gefecht bereitstellen. Doch für beide Varianten benötigt der Soldat der Zukunft nicht nur Munition, es ist auf einen Nachschub von Batterien angewiesen, die ihn in der vordersten Linie erreichen müssen.

Quelle: Stern.de

Rüstungsprojekt: US-Soldaten sollen in Zukunft Hoverbikes fliegen

Das britische Start-up Malloy Aeronautics, das bislang mit einer an "Star Wars"-Technik erinnernden Hoverbike-Minidrohne eher am Spielzeugmarkt auf sich aufmerksam machte, will seine Technologie gemeinsam mit einem US-Rüstungsunternehmen fit für den militärischen Einsatz machen. Gemeinsam mit Survice Engineering will man ein fliegendes Motorrad für Aufklärungseinsätze der US-Armee bauen.

Das Hoverbike für die US-Armee ist als Tactical Reconnaissance Vehicle, also als Aufklärungsfahrzeug vorgesehen, berichtet das IT-Portal "Golem". Es könnte aber ebenso - auch autonom - Truppentransporte im schwierigen Gelände oder Materialtransporte erledigen, hoffen die Macher des Luftfahrzeugs.

Ihr erstes Hoverbike haben die Tüftler bei Malloy Aeronautics noch in Spielzeuggröße gebaut und über die Crowdfunding-Seite Kickstarter finanziert. Das Projekt machte das britische Start-up bekannt und schon bald kam die Idee auf, das Mini-Hoverbike weiterzuentwickeln und eine Version zu bauen, die auch Menschen trägt. Ein kürzlich veröffentlichtes Video zeigt, dass das Unternehmen von diesem Ziel gar nicht mehr so weit entfernt zu sein scheint.

Dass dieses Gefährt künftig beim Militär eingesetzt werden soll, dürfte manche Beobachter zwar überraschen, hat aber seinen Grund. Zum einen soll es durch seine seitlich geschützten Rotoren weniger anfällig gegen Berührungen sein als konventionelle Hubschrauber, zum anderen soll es auch deutlich billiger sein als diese. Hinzu kommt die Fähigkeit des Hoverbikes, in sehr geringer Höhe zu fliegen, wenngleich es bei Bedarf auch höher aufsteigen können soll.

Eine Schwachstelle hat das fliegende Motorrad allerdings auch: Nicht erst seit "Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter" und der berühmten Schlachtszene am Waldmond Endor ist bekannt, dass ein tief hängender Ast oder ein gespanntes Tau das jähe Ende jeder Hoverbike-Fahrt sein können.

Quelle: Krone.at

LS3: Das mechanische Biest im Kriegsgebiet

US-Forscher haben einen Roboter entwickelt, der Soldaten bei Bodeneinsätzen als "Lastenesel" dienen soll. Er überwindet Steigungen von bis zu 35 Grad und steht nach dem Umkippen selbst wieder auf.

Autonome Kampfmaschinen spielen bei Kriegseinsätzen eine wachsende Bedeutung. Unbemannten Drohnen fliegen tief hinein ins Feindesland und greifen ihre Ziele mit höchster Präzision an. Und wenn eine von ihnen abgeschossen wird, dann kommt zumindest kein Pilot ums Leben.

Doch es gibt nicht nur kämpfende und Informationen sammelnde Roboter – es gibt auch militärische "Lastenesel", die Material durch gefährliche Regionen transportieren können, ohne das Leben von Soldaten zu gefährden. So setzen die USA beispielsweise in Afghanistan unbemannte K-Max-Hubschrauber zur Versorgung von Stützpunkten ein. Diese mit zwei ineinandergreifenden Rotoren arbeitenden Flugroboter können gut 1800 Kilogramm durch die Lüfte tragen. Der gefährliche Landweg wird so vermieden.

Künftig könnten auch Bodentruppen Unterstützung von Lasten tragenden Robotern erhalten. Das US-Unternehmen Boston Dynamics in Waltham hat im Auftrag der "Defense Advanced Research Projects Agency" (Darpa) einen vierbeinigen, einem Pferd nicht unähnlich sehenden Roboter entwickelt, der auch durch unwegsames Gelände laufen kann.

Gehversuche in freier Natur

Der Prototyp des LS3 genannten Vierbeiners ("Legged Squad Support System") hat jetzt seine ersten Gehversuche in der freien Natur erfolgreich absolviert. Zuvor hatte er bereits auf dem Laufband im Forschungslabor seine Fähigkeiten zeigen können. In einem Video auf der Homepage von Boston Dynamics kann jeder bestaunen, wie das mechanische Biest während des Laufens auf das seitliche Schubsen der Ingenieure geschickt reagiert und das Gleichgewicht behält. Wenn LS3 doch einmal zu Fall kommen sollte, schafft er es blitzschnell wieder auf alle Viere.

LS3 soll künftig Soldaten als Lastenesel dienen und erinnert in dieser Funktion ein wenig an Hannibals Elefanten. Nach Angaben des Unternehmens kann LS3 rund 180 Kilogramm schleppen – Waffen, Verpflegung oder auch nur die mehr als 20 Kilogramm schweren Rucksäcke von Soldaten. Von dieser Entlastung der Soldaten verspricht man sich eine bessere Kampfkraft und Effizienz.

Mit einer Treibstofffüllung ist der Hightech-Vierbeiner einen ganzen Tag einsatzbereit und kann bis zu 32 Kilometer zurücklegen. Er kann Steigungen von bis zu 35 Grad überwinden und maximal knapp 6,5 Kilometer in einer Stunde zurücklegen.

In einsamer Mission

Mithilfe optischer Sensoren und der eingebauten "Intelligenz" kann der LS3 automatisch einem, beziehungsweise einer Gruppe von Soldaten folgen. Er ist überdies in der Lage, gesprochene Befehle entgegenzunehmen und entsprechend zu reagieren. Schließlich kann der Lasten tragende Roboter eine Mission auch ganz alleine durchführen und zu einem vorgegebenen Ziel ohne menschliche Begleitung laufen.

Natürlich verfügt LS3 dafür über ein GPS-Navigationssystem, so dass er jederzeit weiß, wo er sich befindet. Sein optisches Datenverarbeitungssystem erlaubt ihm jederzeit zu entscheiden, welchen Weg er am besten einschlägt. Hindernisse werden erkannt und sicher umgangen. Die ersten drei Prototypen von LS3 sollen zunächst bei Übungen der Marineinfanterie getestet werden.

Die Entwickler von Boston Dynamics haben bereits eine Reihe von tierähnlichen Robotern mit teils erstaunlichen Eigenschaften konstruiert. Berühmt wurde etwa die Roboter-Katze "Cheetah", die mit einer Geschwindigkeit von fast 30 Kilometern pro Stunde durch das Gelände rasen kann. Das ist der Weltrekord für einen mechanischen Vierbeiner.

Laufroboter auch aus Deutschland

Konkurrenz bekommen "Cheetah" und LS3 unterdessen von einem Roboter namens "HyQ", den Wissenschaftler am Italian Institute of Technology entwickelt haben. Auch der HyQ ist ein mechanischer Vierbeiner, der immerhin in einer Stunde gut 14 Kilometer zurücklegen kann. Der inklusive Akkus 90 Kilogramm schwere Roboter besitzt nur zwölf Gelenke und kann sich doch in verschiedenen Gangarten fortbewegen.

Auch hierzulande sind vierbeinige Laufroboter entwickelt worden. Der von DLR-Forschern konstruierte "Aramies" soll in schwierigem Gelände autonom agieren können. Er wurde im Hinblick auf mögliche Forschungseinsätze auf dem Mond oder Mars konzipiert. So kann Aramies auch an Kraterrändern und in Canyons sicher operieren. Auf eine hohe Geschwindigkeit kommt es bei einem solchen Einsatz indes nicht an.

Quelle: Welt.de

Project Wildcat: Vierbeiniger Roboter sprintet über Parkplatz

Vierbeinige Roboter, die auf den Schlachtfeldern der Zukunft kämpfen sollen - das ist die Spezialität der US-Firma Boston Dynamics. Jetzt hat das Unternehmen aufsehenerregende Aufnahmen eines neuen Modells vorgestellt.

Bei Boston Dynamics weiß man, wie PR funktioniert. Das Unternehmen arbeitet seit Jahren im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums an Robotern für die Schlachtfelder der Zukunft. Und regelmäßig produziert das einstige Spin-off des Massachusetts Institute of Technology spektakuläre Videos der eigenen Erfolge.

Beim Modell "Cheetah" zeigte das Unternehmen so voller Stolz, wie man erfolgreich den Bewegungsablauf des namensgebenden Gepards nachgeahmt hatte. Die wundersame Maschine, so hieß es, sei auf einem Laufband gar schneller gesprintet als der Jamaikaner Usain Bolt: 45,5 Kilometer in der Stunde. Nun hat Boston Dynamics wieder einmal Aufnahmen einer Neuentwicklung online gestellt. "Wildcat" heißt das vierbeinige Gerät. Und wieder kann sich die Firma über öffentliche Aufmerksamkeit freuen.

Zu sehen ist diesmal gewissermaßen ein "Cheetah" ohne Leine. Während das Modell im vergangenen Jahr noch über Leitungen von außen versorgt wurde, ist der Laufroboter nun komplett autonom unterwegs - laut Firmenangaben mit bis zu 25 Kilometern in der Stunde. Die von Boston Dynamics veröffentlichten Aufnahmen zeigen das Gerät beim Schaulaufen auf einem Parkplatz.

Das Unternehmen hatte die Weiterentwicklung im Prinzip bereits angekündigt. Dabei war auch schon klar, dass "Wildcat" langsamer laufen würde als "Cheetah". Und genau das ist nun auch der Fall. Schuld daran ist wohl das höhere Gewicht - weil die Maschine diesmal die gesamte Technik selbst tragen muss. Doch allzu viel mehr weiß man noch nicht über das gezeigte Modell. Bei früheren Robotern von Boston Dynamics, dem "BigDog" zum Beispiel, kam ein Einzylinder-Zweitaktmotor zum Einsatz. Der treibt normalerweise ein Go-Kart an. Im Film sieht es so aus, als würden solche Aggregate auch "Wildcat" zum Laufen verhelfen.

Bis die Roboter tatsächlich so schnell wie ein Gepard sind, dürfte noch einige Zeit vergehen. Wenn nötig, können die beschleunigungsstarken Tiere kurzzeitig mehr als 100 Kilometer pro Stunde erreichen - auch wenn das in der freien Wildbahn offenbar äußerst selten passiert.

Quelle: Spiegel.de


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