Projekt MKultra: Gedankenkontrolle

1953 hat die CIA ihr Programm MKultra gestartet, um zu erforschen, wie man das Bewusstsein kontrollieren kann. Das Programm umfasste Tausende von Menschenversuchen..

Um jeden Preis, unter Missachtung aller Gesetze und moralischen Prinzipien machte sich die CIA daran, selbst in den Besitz solcher Mittel und Methoden zu gelangen – und startete dazu 1953 das strenggeheime Programm MKultra.

2017 DeutschlandfunkKultur.de - Ahnungslos im LSD-Rausch: Die Menschenversuche der CIA

Ein Menschenversuch, auch Humanexperiment, ist ein wissenschaftliches Experiment an einem oder mehreren Menschen. Bei der Zulassung neuer Medikamente spielen Menschenversuche in klinischen Studien eine wichtige Rolle. Dort stehen Tests an freiwilligen Menschen mit an letzter Stelle des Zulassungsprozesses, da Erkenntnisse von Tierversuchen nur begrenzt auf Menschen übertragbar sind. Medizinische Menschenversuche werden in unserer Gesellschaft an Freiwilligen durchgeführt.

Menschenexperimente

Ärzte - Medizin ohne Grenzen

In der Geschichte finden sich zahlreiche Beispiele von Versuchen gegen den Willen von Menschen oder ohne deren Wissen bzw. nach bewusst unzureichender Information. Ein Spezialfall ist der medizinische Selbstversuch, bei dem z. B. ein Mediziner die Wirkung und etwaige Gefährlichkeit einer neuen Substanz an sich selbst erprobt. In der vorindustriellen Zeit war dies eine wichtige Methode der Ärzte und Forscher, die Medizin weiter zu entwickeln.


Forschung an ahnungslosen Opfern

Die Geheimprojekte der CIA zur Verhaltenskontrolle Mit Drogen und Elektroschocks erforschte der amerikanische Geheimdienst CIA ein Vierteljahrhundert lang Verhaltenskontrolle an ahnungslosen Opfern. Er ließ Universitäten und Institute, aber auch Gefangene und Prostituierte für sich arbeiten - nicht nur im eigenen Land: Jetzt verklagen neun Kanadier die CIA.

1984 Spiegel.de - „Unorthodox, unethisch, illegal“

Veröffentlichte Menschenversuche in den Medien

  • Veröffentlichte Menschenversuche in Amerika Veröffentlichte Menschenversuche in Amerika
  • Veröffentlichte Menschenversuche in Deutschland Veröffentlichte Menschenversuche in Deutschland
  • Veröffentlichte Menschenversuche in England Veröffentlichte Menschenversuche in England
  • Veröffentlichte Menschenversuche in Japan Veröffentlichte Menschenversuche in Japan

Geschichte der Menschenversuche und öffentliche Forschungsbereiche

Geköpfte unter Strom, Pestflöhe und Gasbrand

Die Geschichte des Humanexperiments zeigt deutlich, wie die Grenzen des ethisch vertretbaren Handelns immer wieder überschritten wurden. Der Fortschritt der Medizin hatte seinen Preis – er ging in vielen Fällen mit der Degradierung des Menschen zum «Versuchsmaterial» einher.

Der erste Menschenversuch: Zwei griechische Ärzte sezieren lebende Menschen

Alexander der Grosse gründete 331 v. Chr. die Stadt, die das Zentrum des hellenistisch regierten Ptolemäerreichs wurde: Alexandria. Um 280 v. Chr. wirkten dort zwei griechische Ärzte; Herophilus und Erasistratus. Die ersten uns bekannten Männer, die Versuche an Menschen durchgeführt haben – gefördert durch den ägyptischen Königshof.

Das Sezieren war den Griechen nur an Tieren erlaubt, im Ptolemäerreich sah das anders aus. Die Quellen berichten auch von Vivisektionen, der Zergliederung des Körpers am lebenden Menschen – an zum Tode verurteilten Verbrechern.

Nur so konnten sie ihre bahnbrechenden Entdeckungen machen, heisst es in den Quellen. Denn Herophilus und Erasistratus unterschieden bereits Arterien und Venen und waren nah dran, den Blutkreislauf zu entdecken. Doch endgültig gelang das erst viele Jahrhunderte später – 1628 durch den englischen Anatomen William Harvey.

Herophilus gelangte zur Erkenntnis, dass das Gehirn das kontrollierende Organ sei, von dem alle körperlichen Handlungen ausgehen. Damit widersprach er der gängigen Lehre Aristoteles', die das Herz als den Sitz der wahrnehmenden Seele ausmachte.

Das Sezieren lebender Menschen in Alexandria blieb in der Antike ohne Nachahmer. Und selbst im Falle von Herophilus und Erasistratus ist der Fall nicht ganz klar, denn ihre Schriften sind verloren gegangen. Der römische Medizinschriftsteller Aulus Cornelius Celsus (25 v. Chr.-50) kannte sie wahrscheinlich und schrieb Herophilus' Ansicht zu den Vivisektionen nieder:

«Auch sei es nicht, wie so viele wähnen, grausam, wenn man durch Aufopferung von (noch dazu wenigen) Verbrechern für die rechtschaffenen Menschen aller Jahrhunderte Heilmittel zu erforschen strebe.» Aulus Cornelius Celsus (25 v. Chr.-50), «De Medicina»

Wie die Geschichte des Menschenversuchs zeigen wird, waren die Opfer der Wissenschaft stets Menschen, die von der Gesellschaft als minderwertig empfunden wurden: Straftäter, Arme, Prostituierte, Behinderte, psychisch Kranke, Kolonisierte, Kriegsgefangene – oder solche, die aufgrund ihrer «Rasse» als verachtungswürdig angesehen wurden.

Der lange Weg zur modernen Wissenschaft: Das Experiment wird zur bestimmenden Methode der Medizin

Der griechische Arzt Galen machte sich einige der Erkenntnisse aus den anatomischen Studien von Herophilus und Erasistratus zunutze. Doch das Sezieren begrenzte sich fortan wieder auf Tiere – und die Anatomie stagnierte für mehr als 1000 Jahre.

Im christlichen Abendland galt die Leichenöffnung als Frevel und wurde durch das Konzil von Tours 1163 verboten. Überhaupt bestand das «experimentum» für den mittelalterlichen Gelehrten nicht in einem Versuch, sondern vielmehr in der Erfahrung, die er sich vor allem durch das Lesen der antiken Schriften aneignete. Die Scholastiker in den frühen Universitäten experimentierten nicht, sie disputierten. Erkenntnis wurde mit einigen Ausnahmen vor allem passiv gewonnen.

Erst an der Schwelle zur Neuzeit begannen verschiedene humanistische Ärzte an der Lehrmeinung der «antiken Autoritäten» zu zweifeln und überprüften durch eigene Wahrnehmung – der «Aut-opsie» – die vorliegenden Befunde.

Ein frühes Beispiel für die Untersuchung der Wirkung von Giften und Gegengiften am Menschen findet sich im «Kräuterbuch» des italienischen Arztes und Botanikers Pietro Andrea Mattioli. «Ihr hochfürstlich Durchleucht Erzherzog Ferdinand», Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, habe 1561 in Prag, so schreibt Mattioli, die entgiftenden Fähigkeiten seines «berühmten Pulvers» an einem «zum todt verurtheilten Übelthäter» testen wollen. Dafür verabreichte man dem Sträfling «Arsen oder weisses Rattenpulver»:

Der Kaiser selbst habe ihm daraufhin etwas von seinem Pulver gegeben, woraufhin dieser das Gift herausgewürgt habe – «und von der verdienten Leibsstraff befreyet» wurde. Der zweite Todeskandidat hatte weniger Glück. Er bekam «das ärgste Gift» – zu Pulver zerstampften Eisenhut, gegen den das majestätische Pulver machtlos war.

Im selben Jahr erblickte Francis Bacon in London das Licht der Welt. Er sollte die Epoche der modernen Wissenschaft einläuten: Es war an der Zeit, die Erforschung der Natur empirisch voranzutreiben – und wo die menschliche Sinneswahrnehmung nicht reiche, müsse sie mit Experimenten und guten Instrumenten ergänzt werden.

Endlich wurde sowohl mit humoralpathologischen Körperbildern – die auf der antiken Vier-Säftelehre gründeten – als auch mit religiösen Unantastbarkeitsgeboten gebrochen, um erkenntnisgewinnende Versuche am menschlichen Körper vornehmen zu können.

Die Wirkung von Giften und Arzneien wurde im 18. Jahrhundert systematisch und vorrangig an Tieren untersucht. Maria Theresias Leibarzt Anton Störck stellte Versuche mit Schierling, Stechapfel, Bilsenkraut, Eisenhut und Herbstzeitlose an. Erst an Tieren, dann an sich selbst und zum Schluss an gesunden und kranken Versuchspersonen. Um den Vorwurf zu überprüfen, der Schierling könne eine potenzschwächende Wirkung entfalten, nahm er drei Wochen lang hohe Dosen des Medikaments, ohne – wie er bemerkte – ein Nachlassen seiner Manneskraft festzustellen.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts begegnet uns auch wieder die Tatsache, dass sozial deklassierte Gruppen – seien es die toten oder lebendigen Körper von Gefängnisinsassen, solche aus Irrenanstalten, Gebär-, Siechen-, Waisen- und Armenhäusern oder Kolonialgebieten – als Erkenntnisobjekte für die Wissenschaft in Anspruch genommen werden – in Preussen mit staatlicher Zustimmung und Unterstützung.

Nachdem Luigi Galvani 1780 einen abgetrennten Froschschenkel zum Zucken brachte, stürzten sich in den nächsten Jahrzehnten Physiker und Ärzte in die Erforschung der Elektrizität. Ihr Ziel: die Wiederbelebung von Toten. Über fast 40 Jahre experimentierten unzählige mehr oder minder ernstzunehmende Forscher mit Strom und Leichen.

Während der Französischen Revolution führten namhafte Ärzte teilweise öffentliche galvanische Versuche an den Köpfen der Guillotinierten durch, um herauszufinden, ob der abgetrennte Kopf noch zu Bewusstsein und Schmerzempfinden fähig sei.

Die Ärzte liessen Strom durch die Köpfe leiten und beobachteten die so ausgelösten Muskelkontraktionen im Gesicht.

Giovanni Aldini führte seine Experimente oft gleich neben dem Exekutionsplatz in Bologna durch. Er bekam den frisch abgetrennten Schädel noch warm zugeliefert und ging sofort daran, Elektroden anzulegen. Einmal verdrahtete er zwei Köpfe so miteinander, dass sich die Geköpften gegenseitig Grimassen schnitten. Einige der Schaulustigen fielen daraufhin in Ohmacht, schreibt er 1804.

Waren die teilweise heftigen Reaktionen ein Zeichen für das Fortbestehen des Schmerzempfindens im vom Körper separierten Kopf? Aldini erkannte, dass die durch Strom verursachten Zuckungen wenig mit Leben, sondern vielmehr mit Reizleitung zu tun haben mussten.

Für den deutschen Arzt Christoph Wilhelm Hufeland waren die Experimente mit Guillotinierten dagegen unmoralisch und ungesetzlich; nach dem Tode solle man einen Menschen nicht auf solche Weise martern.

Im 19. Jahrhundert etablierte sich das planmässige Experiment als bestimmende Methode für die Medizin. Claude Bernard, der Begründer dieser neuen Epoche, stellte hierzu eine Regel auf:

«Von den Versuchen, die man am Menschen ausführen kann, sind jene, die nur schaden können, verboten, jene, die harmlos sind, erlaubt, jene, die nützen können, geboten.» Claude Bernard, französischer Physiologe.

Die Ärzte hielten es jedoch nicht für notwendig, ihre Patienten über einen geplanten Versuch zu informieren, geschweige denn, deren Einwilligung dazu einzuholen. Gesetzlich geregelt war nur die Zustimmungspflicht bei einem chirurgischen Eingriff, allerdings auch erst ab 1894. Das änderte sich 1900 mit den Syphilis-Experimenten von Albert Neisser.

Der deutsche Dermatologe machte sich in den 1890er Jahren auf die Suche nach einer Schutzimpfung gegen die todbringende Geschlechtskrankheit. Neisser stellte aus dem Blut von Syphilispatienten ein zellfreies Serum her und spritzte es acht Mädchen zwischen 10 und 20 Jahren. Vier davon – alles Prostituierte – erkrankten später an Syphilis. Die Schutzwirkung des Serums war damit ausgeschlossen. Daraufhin beschuldigte die «Münchner Freie Presse» Neisser, die Frauen durch seine Experimente mit Syphilis angesteckt zu haben. Neisser argumentierte, die Prostituierten hätten sich anderswo infiziert.

Am 29. Dezember 1900 wurde er gerichtlich zu einer Geldstrafe von 300 Mark verurteilt: Er habe seinen Patientinnen das Serum ohne deren Zustimmung verabreicht und damit seine Pflichten als Arzt verletzt.

Zum Zeitpunkt der nationalsozialistischen Machtergreifung war die Gesetzeslage so weit fortgeschritten, dass sie bei wissenschaftlichen sowie therapeutischen Versuchen die Aufklärung und Zustimmung des Patienten zur ärztlichen Pflicht erhob. Tierversuche sollten den Menschenversuchen vorangehen, bei Minderjährigen sei besondere Vorsicht geboten. Verboten wurde zudem der Missbrauch einer sozialen Notlage zur Vornahme eines Heilversuchs und das Experimentieren an Sterbenden.

Menschenversuche im Dritten Reich: «Medizin ohne Menschlichkeit»

Im Dritten Reich wurden diese Werte in ihr Gegenteil verkehrt. An Juden, Sinti, Roma, Behinderten, psychisch Kranken und «allem rassisch minderwertigen Zeugs» – wie Reichsführer-SS Himmler sich auszudrücken pflegte – wurden bedenkenlos die schrecklichsten Experimente gemacht. Das Sterben der Versuchspersonen wurde zur Absicht; das experimentelle Vernichten durch «terminale Experimente» zum alltäglichen Horror.

Sie waren die grausame Konsequenz aus dem Zusammenwirken der menschenverachtenden NS-Diktatur und einer experimentellen naturwissenschaftlichen Medizin. Einer «Medizin ohne Menschlichkeit», die in der Erfüllung der Kriegsziele keinerlei Grenzen mehr kennt.

«Das Dritte Reich hat mir auf ärztlichem Gebiet eine grosse Chance gegeben. Ich habe sie genutzt.» Karl Gebhardt am Nürnberger Ärzteprozess, 1946.

Karl Gebhardt, deutscher Chirurg und Leibarzt von Himmler, leitete 1941-42 die Sulfonamid-Experimente im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Verschiedene Sulfonamid-Präparate waren gerade auf den Markt gekommen, man konnte nun eine ganze Reihe gefährlicher Infektionskrankheiten schnell und einfach heilen. Himmler hoffte, dass eine neue Sulfanomid-Verbindung auch den Gasbrand zu kurieren vermöge. In den Lazaretten der Ostfront erlagen unzählige Soldaten der Wehrmacht dieser gefährlichen Wundinfektion.

Sie entsteht bei tiefen Wunden mit starker Gewebe-Traumatisierung, die mit Erdkeimen kontaminiert werden – eine typische Kriegskrankheit also. Gasbrand führt noch heute bei 30% der Infizierten zum Tode. Beherrschen liess er sich im Zweiten Weltkrieg nur mittels Amputation der befallenen Gliedmassen.

Vor diesem Hintergrund kamen Gebhardt, sein Assistent Fritz Fischer und die Lagerärztin Herta Oberheuser zum Einsatz. Gebhardt wollte als angesehener Chirurg beweisen, dass die chirurgische Methode die einzig wirkungsvolle Behandlung von Gasbrand sei.

Sie testeten die neuen Sulfonamid-Verbindungen an 74 weiblichen Häftlingen, die der polnischen Widerstandsbewegung angehörten. Sie versuchten bei den Häftlingen Kriegsverletzungen zu simulieren, um den Gasbrand hervorzurufen. Erst schnitten sie den Häftlingen die Waden auf, quetschten ihre Muskeln und liessen Holzsplitter und Glasscherben einnähen, warteten bis die Wunden eiterten, um sie dann chirurgisch oder mit chemotherapeutischen Mitteln zu behandeln. Als diese «Mückenstiche» keinen anständigen Gasbrand herbeiführen konnten, impfte Gebhardt die Häftlinge mit Eiter von an Gasbrand Erkrankten. Drei Frauen starben.

«Mir ist in einem klaren Befehlsempfang mitgeteilt worden, dass vom Staatsoberhaupt diese Versuche befohlen waren in einer dringlichen Frage der praktischen Medizin an der Front. [...] Ich war ein gehorsamer Soldat.» Fritz Fischer, Assistenzarzt von Karl Gebhardt, an den Nürnberger Ärzteprozessen, 1946.

Währenddessen erprobte der deutsch-schweizerische Anatom August Hirt die verheerenden Wirkungen des Kampfstoffs Senfgas (Lost) an Häftlingen des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof. 86 ausgewählte «jüdisch-bolschewistische Kommissare» aus dem KZ Auschwitz liess er töten. Für seine Schädelsammlung, die das «charakteristische Untermenschentum» für die Wissenschaft sicherstellen sollte.

Josef Mengele hingegen schickte regelmässig Augenpaare und andere Körperteile von Auschwitz nach Berlin, wo sie im Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik ausgewertet wurden. Die Menschen, denen sie gehörten, wurden eigens zum Zweck der Organentnahme ermordet.

Der Auschwitz-Lagerarzt stand auch in seiner Freizeit oft an der Rampe, um Zwillinge auszusondern. In Mengeles «Kindergarten» waren zeitweilig mehrere Hundert Zwillingspaare untergebracht. Er brachte seinen «Meerschweinchen» Schokolade, fuhr sie mit dem Auto durchs Lager – und wenn ein Zwilling starb, tötete er sogleich dessen Geschwister, damit er gleich beide obduzieren konnte.

Eva Mozes Kor und ihre Zwillingsschwester Miriam wurden von Mengele für Experimente in der Zwillingsforschung missbraucht. Zum 50. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz vergab sie persönlich allen Nationalsozialisten ihre Taten.

Er nahm Versuchsoperationen ohne Narkose vor, um die Schmerzempfindlichkeit von Zwillingen vergleichen zu können. Andere Kinder erhielten Bluttransfusionen oder wurden künstlich mit Krankheitserregern infiziert. Die meisten der geschätzten 900 untersuchten Zwillinge waren acht bis zwölf Jahre alt. Die wenigsten überlebten Auschwitz.

«Ich würde Mengele nicht für einen Sadisten halten, denn das Wesen eines Sadisten ist ja, dass er an dem Schmerz seines Opfers Freude hat. Bei Mengele hatte man das Gefühl, dass er diesen Schmerz gar nicht merkt, der fällt ihm nicht auf. Die Häftlinge waren für ihn Meerschweinchen, Ratten, mit deren Seelenleben und Leiden man sich überhaupt nicht beschäftigt.» Dr. Ella Lingens, Gefangene und Häftlingsärztin in Auschwitz, über Josef Mengele.

Der KZ-Arzt Sigmund Rascher schickte Hunderte Dachau-Häftlinge in den Tod. Mit seiner Forschungsgruppe «Seenot» führte er Unterkühlungsversuche durch, um zu erfahren, wie lange ein ins Meer gestürzter deutscher Pilot am Leben bleiben konnte.

Rascher warf seine Versuchspersonen ins Eiswasser oder liess sie stundenlang bei bitterer Kälte draussen stehen, bis sie nicht mehr brüllten. Ihre Körpertemperatur war auf 27 °C herabgesunken. Dann wurden die Erstarrten wieder erwärmt. Durch direkten körperlichen Kontakt mit nackten Frauen.

«Leute, die heute noch diese Menschenversuche ablehnen, lieber dafür aber tapfere deutsche Soldaten an den Folgen dieser Unterkühlung sterben lassen, sehe ich auch als Hoch- und Landesverräter an, und ich werde mich nicht scheuen, die Namen dieser Herren an den in Frage kommenden Stellen zu nennen.» Heinrich Himmler an Sigmund Rascher, 1942.

Die hohe Sterblichkeitsziffer bei den Versuchen erreichte Rascher durch Vivisektion seiner Probanden. Er wollte damit den «wissenschaftlichen Wert» seiner Arbeit erhöhen – schliesslich handelte es sich hierbei um seine Habilitationsschrift.

«Im Dritten Reich hatte das Böse die Eigenschaft verloren, an der die meisten Menschen es erkennen – es trat nicht mehr als Versuchung an den Menschen heran.» Hannah Arendt, «Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen», 1963

Japan: Bakteriologische Versuche und Vivisektionen

Strukturell ähnliche Menschenexperimente führten die japanischen Armeeärzte in der besetzten Mandschurei während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges durch. Die Einheit 731, deren Existenz erst 2002 vor dem Gerichtshof des Distrikts Tokio offiziell bestätigt wurde, erforschte und produzierte biologische und chemische Waffen, die in den 1940er Jahren auch gegen die chinesische Zivilbevölkerung eingesetzt wurden.

Niemand habe das Gefängnis der Einheit 731 lebend verlassen, gibt deren militärischer Leiter Kiyoshi Kiwashima 1949 bei seiner Vernehmung vor dem russischen Militärtribunal zu Protokoll. Überlebten die «Maruta» (Holzklotz) – so nannten sie ihre chinesischen und russischen Versuchspersonen – ein Experiment, wurden sie für ein nächstes verwendet. Und immer so weiter, bis sie starben.

Viele von ihnen an der Pest, mit der die japanischen Ärzte die Versuchspersonen mittels Flöhen und Ratten infizierten. An ihnen wurde auch Feldforschung betrieben, um die Bomben, die mit Pestflöhen geladen waren, zu testen.

«Die Versuchspersonen, fünfzehn an der Zahl, wurden vom internen Gefängnis der Einheit zum Versuchsfeld gebracht und an Pfähle gebunden, die zu diesem Zweck in den Boden gerammt worden waren. Ein spezielles Flugzeug startete von der Station Pingfan und warf, als es über dem Testgelände war, circa zwei Dutzend Bomben ab, die in einer Höhe von ungefähr 100 oder 200 Metern über dem Boden explodierten und die Pestflöhe freisetzten.» Generalmajor Kiyoshi Kiwashima.

Doch das Experiment lieferte keine befriedigenden Ergebnisse: Die hohe Temperatur sei schuld daran gewesen, dass die Flöhe sehr träge gewesen seien. Deshalb wurden bei den Angriffen auf Zentralchina 1941/42 auch keine Bomben mehr abgeworfen. Die Pestflöhe wurden direkt aus dem Flugzeug versprüht, Wasserreservoirs, Brunnen und Flüsse wurden mit Cholera- und Paratyphuskeimen kontaminiert. Die Unternehmungen seien sehr erfolgreich gewesen.

Die Vorbereitungen für die bakteriologische Kriegsführung wurden in der Mandschurei unternommen, weil es dort ausreichend Versuchsmaterial gegeben habe, führt Kiwashima aus. «Was meinen Sie mit Versuchsmaterial? Menschen, die zur Einheit gebracht wurden, um an ihnen zu experimentieren?», fragt ihn der Staatsanwalt.

«Genau das», antwortet er.

Zur gleichen Zeit arbeitete der Mediziner Yuasa Ken in einem japanischen Armeekrankenhaus in der chinesischen Provinz Shanxi. Zu Unterrichtszwecken wurden dort Vivisektionen an chinesischen Kriegsgefangenen durchgeführt.1980 bekannte er sich öffentlich zu seinen Verbrechen und gab verschiedene Interviews. Einige Auszüge:

«Wir alle trainierten. Es war völlig normal, dabei zu lächeln. [...] Es gibt kein Gefühl dafür, Falsches zu tun. Auch das gehört zum Krieg. [...]

Die Operation begann. Man verabreichte dem Mann Äther, dann wurde er seziert. Sein Blinddarm war so winzig, dass es war, als suchte man nach einem vergrabenem Wurm. Ich musste immer wieder aufs neue schneiden und suchen. Der Blutfluss wurde unterbrochen, Nerven wurden zertrennt, Knochen mit der Säge aufgeschnitten und ein Luftröhrenschnitt gemacht. Blut und Luft entwichen seinem Körper, und das Blut trat schäumend aus.

Der Mann starb, und seine Überrreste wurden in ein Loch geworfen und begraben. Da die Grube in der Nähe des Operationsraumes schon voll war, mussten wir ein Stück weiter ein neues Loch graben. Das war mein erstes Verbrechen. Danach war es einfach. Am Ende hatte ich vierzehn Chinesen seziert.» Mediziner Yuasa Ken.

Nachkriegszeit: Nukleartests und Versuche mit Antidepressiva

Den verbrecherischen Menschenversuchen in den Konzentrationslagern des Nazi-Regimes folgte der «Nürnberger Kodex» von 1947 sowie die darauf aufbauenden Deklarationen von Helsinki und Tokio. Sie definieren die prinzipiellen Voraussetzungen, unter denen Menschenversuche überhaupt zulässig sind.

Doch auch in der Nachkriegszeit wurden diese Gesetze immer wieder übertreten. Ebenso in der Schweiz: Die Versuche des Psychiaters Roland Kuhn, lange gefeiert als «Vater der Antidepressiva», wurden neun Jahre nach seinem Tod, im Jahr 2014, aufgedeckt: Er führte in der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen ab 1950 bis Mitte der 70er an über 1600 Menschen klinische Tests durch. Unter ethisch fragwürdigen und wissenschaftlich zweifelhaften Bedingungen. Und ohne Einwilligung der Patienten.

Bescheid wussten dagegen Behörden, Ärzte anderer Kliniken und die Pharmaindustrie in Basel. Die Patienten litten teilweise unter unkontrollierten Anfällen – Nebenwirkungen der Tests. Zwei Dutzend Patienten verstarben während oder unmittelbar nach den Tests. Die Ursache der Todesfälle wurde nicht untersucht.

Während Kuhns Versuche liefen, liessen die amerikanischen Militärs mehr als 100 nukleare Sprengsätze oberirdisch in der Wüste von Nevada explodieren. Salt Lake City und Las Vegas sollten verschont bleiben, also fanden die Tests bei Westwind statt – der Plutoniumstaub wehte in Richtung St.George, Utah. Den Einwohnern empfahl man, «etwa eine Stunde im Haus zu bleiben». Erhöhte Krebserkrankungen, Fehlgeburten und deformierte Säuglinge waren die Folge der angeblich ungefährlichen Nuklear-Versuche.

Unter Präsident Clinton wurde ein Teil der grausamen Wahrheit bekannt: Mindestens eine Viertelmillion amerikanischer Soldaten und dazu Zehntausende Zivilisten sind bewusst für Strahlenversuche missbraucht worden.

Die Liste liesse sich ins schier Endlose fortsetzen. Es scheint so, dass unter bestimmten Bedingungen «ganz normale» Menschen immer bereit sind, im Namen eines «heiligen Zwecks» andere Menschen bis hin zu deren Tod zu quälen. Menschenrechte werden im Namen des Krieges, des Fortschritts und des wirtschaftlichen Wettrennens immer wieder verraten.

Wahrscheinlich behält Nietzsche recht, wenn er sagt, dass moderne Gesellschaften sich zu unrecht ihrer Menschlichkeit rühmen, weil sie dem Irrglauben anhingen, das «wilde grausame Tier» durch ihre «vornehme Moral» gezähmt zu haben.

«Fast alles, was wir ‹höhere Kultur› nennen, beruht auf der Vergeistigung und Vertiefung der Grausamkeit – dies ist mein Satz; jenes ‹wilde Tier› ist gar nicht abgetötet worden, es lebt, es blüht, es hat sich nur – vergöttlicht.» Friedrich Nietzsche, «Jenseits von Gut und Böse», 1886 .

Quelle: Watson.ch

Menschenversuche: Die Grausamkeit im Dienst der Wissenschaft

Die Geschichte der Menschenversuche geht weiter zurück als bis zu den kaltblütigen Exzessen der Konzentrationslager. Sie begann damit, die Natur im Experiment zu befragen, und sie erstreckt sich nicht nur auf die Medizin, sondern auch auf die Pädagogik. Ein neues Buch zeichnet diesen Weg nach.

Am 21. August 1947 erteilte Dr. med. Karl Brandt, der als ehemaliger Reichskommissar für das Sanitäts- und Gesundheitswesen im Nürnberger Ärzteprozess wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt war, seinem Verteidiger Dr. Robert Servatius die Vollmacht, vor Gericht den folgenden Antrag zu stellen: „Es ist mein freier Wille, mich einem medizinischen Versuch ohne jede Überlebenschance zu unterziehen, um so die Vollstreckung des Todesurteils über die Erfüllung eines juristischen Prinzips zu einem sinnvollen Ereignis im Interesse und zum Wohle der Menschheit zu erheben.“ Das Militärtribunal ging bekanntlich auf dieses Ansinnen Brandts, sich als Versuchsperson für ein „terminales Experiment“ zur Verfügung zu stellen, nicht ein.

Einem der Hauptverantwortlichen für die Ermordung von mehr als hunderttausend „Geisteskranken“ sollte mit einer solchen Selbststilisierung als uneigennütziger Diener des wissenschaftlichen Fortschritts nicht zu einem zweifelhaften Nachruhm verholfen werden. Bereits während der Verhandlung hatte sein Verteidiger immer wieder die Unschuld des Angeklagten betont und darauf verwiesen, dass Ärzte schon früher mit Billigung des Staates Menschenversuche angestellt und dabei das Wohl der Allgemeinheit im Auge gehabt hätten.

Was ist ein Menschenversuch?

Lässt sich eine solche Kontinuität in der Medizingeschichte nachweisen? Das ist eine der Fragen, die dieser verdienstvolle Quellenband zu beantworten versucht. Dazu muss zunächst einmal geklärt werden, was man überhaupt unter einem Menschenversuch zu verstehen hat. Die Herausgeber, eine Gruppe junger Kultur- und Wissenschaftshistoriker, unterscheiden in Anlehnung an den Philosophen Hans Jonas Versuche für, an und gegen Menschen. Hinter den sogenannten „therapeutischen Heilversuchen“, von denen sich Beispiele in der Sektion „Schneiden und Heilen“ finden, steht die Annahme, dass diese Experimente (man denke an die erste Herztransplantation) für den Kranken selbst von Nutzen sind.

Versuche an Menschen sind Forschungsexperimente (zum Beispiel Delgados Versuche mit einem Hirnschrittmacher), die zu Erkenntnissen führen, die später einmal für Menschen, die an einer ähnlichen Krankheit leiden, therapeutisch von Nutzen sein könnten. Diese Unterscheidung findet sich übrigens nicht erst seit der Deklaration von Helsinki (1964), wie die Herausgeber behaupten. Sie ist bereits Bestandteil der „Richtlinien für neuartige Heilbehandlung und für die Vornahme wissenschaftlicher Versuche am Menschen“, die bereits 1931 vom Reichsministerium des Innern erlassen wurden. Eindeutig gegen das Wohl der Versuchsperson gerichtet waren dagegen die todbringenden Experimente, die nicht nur in nationalsozialistischen Konzentrationslagern, sondern zum Beispiel auch in der Mandschurei von der geheimen japanischen „Einheit 731“ durchgeführt wurden.

Die Natur zum sprechen bringen

In diesem Band sind Augenzeugenberichte erstmals ins Deutsche übersetzt worden, die beweisen, mit welcher unvorstellbaren Grausamkeit und Menschenverachtung japanische Ärzte Gefangene bei lebendigem Leibe sezierten oder sie mit Pestbazillen infizierten. Im Unterschied zu den Unterkühlungsversuchen im KZ Dachau sind die brutalen Sterilisationsexperimente, die im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück gegen Ende des Krieges unter dem Anschein der „Freiwilligkeit“ durchgeführt wurden, einer größeren Öffentlichkeit kaum bekannt.

Kritik lässt sich jedoch an der zentralen These dieses Quellenbandes üben, dass von Menschenversuchen - gleich welcher Kategorie - erst seit Mitte des 18. Jahrhunderts die Rede sein kann. Nicht nur definierte Francis Bacon schon im 17. Jahrhundert den Versuch als eine Frage, „die man an die Natur richtet, um sie zum Sprechen zu bringen“, der englische Philosoph rechtfertigte in seinem Werk De Dignitate et Augmentis Scientiarum (1623) sogar Experimente am Menschen, die wir heute als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ einstufen würden: „Um also sowohl für den Nutzen als die Menschlichkeit besorgt zu seyn, so ist die Anatomie an Lebendigen keineswegs zu verwerfen.“

Dem Experiment verpflichtet

Von aus heutiger Sicht ethisch bedenklichen Menschenversuchen in der Praxis berichtet der berühmte italienische Anatom Gabriele Falloppio (1523 bis 1562): „Ich werde erzählen, was sich während meines Aufenthaltes in Pisa ereignete. Der Großherzog pflegte Verurtheilte den Anatomen zu übergeben, damit sie jene in beliebiger Weise tödten könnten. Wir aber reichten dem Einen eine Drachme Opium und tödteten binnen sieben Stunden; ein Andrer, der an Quartana litt, bekam das Gleiche. Alsbald trat Kälte, dann sehr große Hitze ein und er starb nicht, da das Opium von der natürlichen Wärme überwunden wurde.“

Foucaults Theorem der „Bio-Macht“, das von den Herausgebern immer wieder als Argumentationsmuster herangezogen wird, kann höchstens erklären, warum die Medizin seit dem Ende des 18. Jahrhunderts eine immer größere Deutungsmacht erhält und damit auch die Experimentiermöglichkeiten wachsen. Doch der eigentliche Paradigmenwechsel ist früher anzusetzen, nämlich in der Herausbildung einer naturwissenschaftlich orientierten Medizin, die sich immer stärker dem Experiment verpflichtet fühlt. So ist bezeichnend, dass bereits dem wohl berühmtesten Anatomen des 16. Jahrhunderts, Andreas Vesalius (1514 bis 1564), der Vorwurf gemacht wurde, er hätte sich an Vivisektionen gewagt, also lebende Personen seziert - eine Horrorvision, die ja bekanntlich auch heutzutage Menschen noch ins Kino zu locken vermag, wenn man an den Medizin-Thriller „Anatomie“ (2000) denkt.

Nicht nur in der Medizin

Doch nicht nur Ärzte haben Menschenversuche angestellt, auch Pädagogen und Psychologen. Hierzu gehören die Experimente mit sogenannten „Wolfskindern“. Statt des bekannten Falls Kaspar Hauser haben die Herausgeber den Erziehungsversuch ausgewählt, den ein in den Wäldern von Aveyron in Frankreich aufgefundener Junge um 1800 über sich ergehen lassen musste. Nachdenklich stimmt auch der hier abgedruckte Bericht einer Mitarbeiterin des nationalsozialistischen Rassenforschers Robert Ritter über die „Lebensschicksale artfremd erzogener Zigeunerkinder“ aus dem Jahre 1943.

Unter dem Stichwort „Zusammenleben“ findet man eine Zusammenstellung von Experimenten, die sich mit gruppendynamischen Prozessen befassen. Dazu gehören beispielsweise Stanley Milgrams „verhaltenspsychologische Untersuchung des Gehorsams“ (1963) und der Versuch, den Philip G. Zimbardo 1973 zur „interpersonale Dynamik in einem simulierten Gefängnis“ angestellt hat. Erst viele Jahre später haben die Leiter dieser Experimente die ethische Problematik ihrer Versuche zugegeben. Das ändert nichts daran, dass sie bis heute immer wieder unreflektiert zitiert werden.

Quelle: FAZ.net

Umstrittene Tests: US-Mediziner befürworten Menschenversuche mit Giften

Eine amerikanische Gutachterkommission erlaubt unter gewissen Bedingungen, die Wirkung von Giften direkt an Menschen zu testen. Mit den Versuchen wollen Chemiekonzerne wie Bayer beweisen, dass Pestizide weniger gefährlich sind als bisher angenommen.

Zweifel an der Brisanz des Themas gab es keine: "Menschenversuche mit Pestiziden, Schadstoffen aus der Luft und anderen Giften sind sehr umstritten", betonte James F. Childress, Ethik-Professor an der University of Virginia, bei der Vorstellung des Gutachtens. Dennoch sprach sich die von ihm geleitete Kommission der Wissenschaftlervereinigung National Acadamy für Giftversuche an Menschen aus, sofern gewisse Auflagen erfüllt sind.

Childress erklärte, die amerikanische Umweltbehörde EPA müsse entsprechende Versuche genauestens unter ethischen und wissenschaftliche Gesichtspunkten prüfen. Die EPA solle ein Gremium bilden, dass sämtliche Studien evaluiere, bei denen Menschen gezielt giftige Substanzen verabreicht würden.

Die Umweltbehörde hatte die National Acadamy damit beauftragt, ein Gutachten über Giftversuche an Menschen zu erstellen. Auslöser war ein Streit über zulässige Pestizid-Konzentrationen in Lebensmitteln. 1996 hatte der US-Kongress den "Food Quality and Protection Act" verabschiedet, der die Sicherheitsvorschriften für Pestizide verschärfte. Hersteller von Pflanzenschutzmitteln wie Bayer oder BASF beklagten daraufhin, die neuen Grenzwerte seien nicht wissenschaftlich fundiert.

Um ihr Anliegen zu untermauern, starteten einige Firmen klinische Tests mit Pestiziden und übermittelten die Ergebnisse der EPA. Insgesamt 19 nicht bestellte Studien sammeln sich mittlerweile auf den Schreibtischen der US-Umweltbehörde. Die bekannteste betrifft das Pestizid Azinphos Methyl und wurde im Auftrag der Bayer AG im Jahr 1998 in Schottland durchführt. Damals schluckten acht Männer Pestizid-Tabletten - als Entschädigung gab es rund 1000 Euro pro Teilnehmer.

Tests mit Kindern besonders kritisch

Die Gutachter der National Acadamy empfehlen Menschenversuche nur unter strengen Auflagen. So muss erwiesen sein, dass der potenzielle Nutzen für die Gesellschaft mögliche Risiken für die Teilnehmer überwiegt. Auch dürfen Test nur dann erlaubt werden, wenn sie durch Tierversuche nicht ersetzt werden können.

Tests mit Kindern beurteilen die Experten besonders kritisch. Gutachterin Ellen Wright Clayton von der Vanderbilt University sagte, dass es möglicherweise Fälle gebe, in denen Versuche mit Kindern sinnvoll seien, man habe jedoch nicht nach einer solchen Konstellation gesucht.

Der am Gutachten beteiligte Umweltforscher Micheal R. Tayler sagte, es sei eine gesellschaftliche Aufgaben, das Niveau der Forschung zu erhöhen, die der Festlegung gesetzlicher Grenzwerte diene. "Doch niemals darf damit gerechtfertigt werden, dass Testteilnehmer geschädigt werden." Die EPA müsse verhindern, dass bestimmte soziale Schichten ausgebeutet würden, die aus Geldnot an den Tests teilnähmen.

"Äußerst bedenklich"

Erik Olson vom Umweltverband NRDC (Natural Resources Defense Council) zeigte sich erschrocken über das grundsätzliche Ja zu Menschenversuchen: "Wir finden es äußerst bedenklich, dass giftige Chemikalien an Menschen getestet werden können und dass die Regierung die Ergebnisse solcher Studien benutzen wird, die die Industrie in der Vergangenheit durchgeführt hat."

Menschenversuche mit Giften gelten spätestens nach Bekanntwerden der brutalen Experimente deutscher Ärzte an KZ-Häftlingen als unethisch. Der 1947 in Folge der Kriegsverbrecherprozesse aufgestellte "Nürnberger Kodex" und die später beschlossene "Deklaration von Helsinki" formulieren allerdings nur allgemeine Regeln für medizinische Studien an Menschen. Ein verbindliches, weltweites Verbot derartiger Tests existiert nicht.

In der Clinton-Ära verpflichtete sich die EPA, keinerlei Gift-Studien an Menschen in ihre Entscheidungen zu Grenzwerten einfließen zu lassen. Doch das könnte sich nun bald ändern.

Besonders erbost sind die Umweltaktivisten der NRDC über den Bayer-Konzern: "Bayer-Wissenschaftler waren dabei, als Menschenversuche in den Konzentrationslagern durchgeführt wurden", heißt es in einer Erklärung. Ironischerweise werde die EPA ihre Prinzipien auf Druck des deutschen Herstellers ändern, dessen Pestizid Azinphos Methyl aus Nervengasen stamme, die während der Naziherrschaft von der IG Farben entwickelt wurden. Der nach dem zweiten Weltkrieg zerschlagene IG-Farben-Konzern war in den zwanziger Jahren von der Bayer AG mitgegründet worden.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen Bayer-Gefahren hält Pestizid-Tests für zynisch: "Es sind stets materiell benachteiligte Menschen, die ihre Gesundheit bei solchen Tests aufs Spiel setzen." Die Umweltorganisation Friends of the Earth befürchtet eine Zunahme solcher Tests und fordert, die Gesundheit der bisher an Tests beteiligten Personen lebenslang zu überwachen. Richard Dixon, Forschungsleiter von Friends of the Earth: "Es ist nicht akzeptabel, dass ein Chemie-Gigant wie Bayer hochgefährliche Pestizide an Menschen ausprobiert. Schlimmer noch aber ist der Versuch des Konzerns, die internationale Ächtung solcher Tests auszuhebeln."

Richard Wiles von der amerikanischen Umweltinitiative "Environmental Working Group" forderte die US-Umweltbehörde auf, am Moratorium zu Tests an Menschen festzuhalten. "Wenn die EPA solche Studien akzeptiert, dann rechnen wir damit, dass Firmen alle nicht eindeutig formulierten Vorschriften zu ihren Gunsten auslegen, um ihre unethischen Tests weiterzuführen." Diese Versuche trügen dazu bei, dass gefährliche Chemikalien in Lebensmitteln und Trinkwasser erhalten blieben.

"Übliches Verfahren"

Pestizide können nach Angaben der Umweltbehörde EPA unter anderem Nervenzellen schädigen, Krebs auslösen und Fehlbildungen bei Säuglingen verursachen. Die Schädigung hängt von der Konzentration und der Dauer der Belastung ab.

Die gesetzlichen Grenzwerte für Pestizid-Konzentrationen in Lebensmitteln werden in der Regel in Tierversuchen bestimmt. Zur Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Mensch und Tier arbeitet die EPA dann mit Sicherheitsfaktoren. Üblicherweise dürfen Menschen nur einem Zehntel des Wertes ausgesetzt werden, der sich im Tierversuch als schädigend erwiesen hat. Für Kinder gelten nach Beschluss der Umweltbehörde EPA noch deutlich geringere Sicherheitsfaktoren. Die Grenzwerte der EPA betreffen nicht die USA allein, sie werden von vielen andere Länder übernommen.

Bei Bayer hält man Versuche am Menschen im Einzelfall für unumgänglich. Norbert Lemken, Sprecher der Bayer CropScience AG, sagte gegenüber SPIEGEL ONLINE, die Tests seien notwendig, um Verbraucher, Landwirte und die Umwelt zu schützen. "Manchmal reichen andere Studien und Tierversuche nicht aus."

In einzelnen US-Bundesstaaten seien Menschenversuche außerdem erforderlich, um die Zulassung für ein Pflanzenschutzmittel zu bekommen. "In den USA war es lange ein übliches Verfahren, Studien an Frewilligen durchzuführen", betonte Lemken. Den Druck der Chemiekonzerne auf die Umweltbehörde EPA erklärt Lemken so: "Die Hersteller wollten endlich eine klare Regelung für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln."

Quelle: Spiegel.de

Deutscher Experte: Menschenversuche der üblen und kriminellen Art

Laut Professor Dr. Fritz Sörgel ist die Schwelle zum Kriminellen überschritten

Nürnberg/Hamburg - Der deutsche Wissenschaftler Professor Dr. Fritz Sörgel bewertet den Doping-Skandal in den USA als einen Beleg dafür, "das die Schwelle zum Kriminellen im Bereich des Sportes und des sich Dopens längst überschritten ist". Zugleich weist er auf die Gefahren hin, die von dem erstmals in einem Doping-Labor getesteten anabolen Steroid Tetrahydrogestrinone (THG) ausgehen können.

Chemiker wissen genau was sie tun

Der Leiter des Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung in Nürnberg-Heroldsberg spricht gegenüber der dpa von "modernen Menschenversuchen der übelsten und kriminellen Art. Die Chemiker, die so etwas herstellen, wissen genau was sie da tun".

Laut Sörgel kommt die Substanz THG in der "gesamten veröffentlichten Medizinliteratur kein einziges Mal vor. Jeder, der es einnimmt, weiß nicht, was passiert." Die Entwicklung einer solchen Substanz erfordere eine "erhebliche pharmakologische Kompetenz". Kleinste chemische Veränderungen an einem Arzneistoff könnten zu seiner Wirkungslosigkeit führen, aber auch dazu, dass ein vorher gut verträglicher Stoff zu einer "chemischen Bombe" wird.

Gezielte Entwicklung des Stoffes

Im Fall des Gestrinons, das zu THG verändert wurde, sei die Ausgangslage klar gewesen: "Man wollte einen Stoff finden, der nicht leicht nachweisbar ist und der sich im Körper anders verhält als die anderen Steroide."

Durch geschickte chemische Veränderungen sei es möglich, den Stoff so zu gestalten, dass er sich hauptsächlich in den Geweben aufhält und nur in minimaler Konzentration im Urin auftaucht. "Wenn die Doping-Fahnder nach diesem Stoff nicht suchen, weil sie nicht suchen können und weil sie ihn gar nicht kennen, haben die so gedopten Athleten natürlich ein leichtes Spiel", sagte Sörgel.

Weltweite Menschenversuche

Der Wissenschaftler meint, dass "weltweit richtig gehend Menschenversuche stattfinden, in dem Arzneistoffe, die man unter regulären Bedingungen zunächst nur ganz vorsichtig an sehr wenigen Menschen testen würde, hier massenhaft auf Sportler verteilt werden". Sörgel weist darauf hin, dass die Wirkung von THG "zum gegenwärtigen Zeitpunkt überhaupt nicht abgeschätzt werden kann. In jedem Fall sollten die positiv getesteten Sportler auf Schäden hin untersucht werden".

Sörgel "vermutet, dass es längst richtige Pharmakologie-Labore gibt, die in unverantwortliche Weise alles, was auf Grund pharmakologischer Lehrbücher nur halbwegs Erfolg versprechend leistungssteigernd wirkt, am Menschen - ohne jeden Tierversuch - testen". Diese "kriminellen Elemente" setzten alles daran, andere Stoffe chemisch so weit abzuwandeln, "dass sie eine besondere Wirkung verursachen ohne nachweisbar zu sein. Dies würde über kurz oder lang zu "schwersten Zwischenfällen und Todesfällen führen". - derstandard.at/1455283/Deutscher-Experte-Menschenversuche-der-ueblen-und-kriminellen-Art

Quelle: DerStandart.at

Was der Mensch dem Menschen antut: Die abscheulichsten Menschenexperimente

Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Das wusste man schon in der Antike. Und dies bestätigte sich einmal mehr im Laufe der Geschichte. Vor allem zu Zeiten des Krieges wurden an Gefangenen immer wieder grausame Experimente durchgeführt. Wir haben die schrecklichsten Menschenexperimente hier zusammengestellt.

Gefangene, Behinderte, Kranke und arme Menschen mussten im Laufe der Geschichte nicht nur am Rande der Gesellschaft leben, sondern auch immer wieder für grausame Experimente herhalten. Entweder um den Wissensdurst der Menschheit zu stillen oder einfach nur, weil sie in die Hände von sadistischen Ärzten oder Pseudo-Wissenschaftlern fielen. Die Opfer waren zumeist Rechtlose, um die sich keiner kümmerte. Bei den sogenannten Untersuchungen fanden sie oft unter Höllenqualen den Tod. Die schlimmsten Experimente haben wir hier zusammengetragen.

Herophilos von Chalkedon

Herophilos von Chalkedon ( circa 330 v. Chr. - 255 v. Chr.) war ein griechischer Mediziner und lehrte in der ägyptischen Stadt Alexandria. Er gilt als der führende Kopf der Anatomie-Studien der alexandrinischen Schule. Für seine Untersuchungen am Menschen führte er zahlreiche Obduktionen durch. Er war es auch, der die Vivisektion, die Operation am lebenden Objekt, einführte - und zwar auch am Menschen. Seine Untersuchungen am menschlichen Körper führte er über 40 Jahre hindurch fort. Dabei öffnete er den menschlichen Körper in aller Öffentlichkeit.

Die Pharaonen, unter denen Herophilos diente, sahen seine Studien als Bereicherung und erlaubten es ihm, verurteilte Verbrecher zu zerstückeln oder einer Vivisektion zu unterziehen. Angeblich soll der Mediziner bis zu 600 Menschen bei lebendigem Leibe aufgeschnitten und die Innereien untersucht haben. Tatsächlich brachten seine Studien einen Fortschritt. Er schuf ein Namensverzeichnis der Organe, entdeckte die Bauchspeicheldrüse, den Eileiter und die Hirnhaut. Auch stellte er den Zusammenhang zwischen der Veränderung des Pulses und Herzkrankheiten her.

Die medizinischen Experimente der Nazis

Der Block 10 in Auschwitz war berüchtigt. Wer dort hinein gebracht wurde, fiel in die Hand der SS-Ärzte. Doch nicht nur in Auschwitz, auch in anderen Konzentrationslagern wie Buchenwald und Sachsenhausen wurden grausame Experimente mit den Insassen durchgeführt. Dies schloss Sterilisationen ein, bei denen Frauen verstümmelt wurden. Dazu wurden zum Beispiel die Eileiter verklebt. Anderen wurden die Sexualorgane durch intensive Röntgenstrahlung regelrecht verbrannt. Viele von ihnen überlebten den Eingriff erst gar nicht. Frauen wurden falsche Blutgruppen transfundiert, oder ihnen wurde in großen Mengen Blut abgenommen, weil dieses für die Lazarette der Wehrmacht gebraucht wurde.

Ein Name darf bei der Verknüpfung der Worte Experiment und Mensch natürlich nicht fehlen: Josef Mengele. Er ließ bestialische Versuche vornehmen, nähte beispielsweise Zwillinge und Halbgeschwister aneinander, um ein neues Wesen zu kreieren, schüttete Menschen eiskaltes Wasser über den nackten Körper und setzte sie der Kälte aus, um zu sehen, wie lange sie überleben würden. Menschen mit potenziellen Erbkrankheiten wurden sterilisiert. Die besten Sterilisations-Methoden wurden ebenfalls durch Experimente ermittelt. Zudem wurden Sinti und Roma nur von Salzwasser ernährt. Sie trockneten qualvoll aus.

Einheit 731

Auch die Japaner haben am Menschen experimentiert. Während des Zweiten Weltkrieges und des zweiten Sino-japanischen Krieges wurde in einem berüchtigten Forschungskomplex "geforscht". Der japanische Josef Mengele hieß Shiro Ishii und stand seinem deutschen Kollegen in nichts nach. Er lernte auch vom alten Herophilos und führte Vivisektionen ohne Betäubung durch. Zudem fror er Gliedmaßen ein, taute sie wieder auf und amputierte sie schließlich. Die amputierten Gliedmaßen wurden dann an einer anderen Körperstelle wieder angenäht. Den hilflosen Insassen der Einheit 731 wurde Meerwasser oder Tierblut injiziert, sie wurden mit Geschlechtskrankheiten infiziert und bis zum Tod im Kreis geschleudert.

Bei Waffentests wurden sie in verschiedenen Abständen um eine explodierende Granate aufgestellt, um zu sehen, wer welche Verletzungen davon trug bzw. auf wie viele Meter die Waffe tödlich war. Die meisten Versuche wurden an chinesischen Gefangenen, aber auch an Russen und Amerikanern vorgenommen. Circa 100.000 Menschen sollen durch die grausamen Experimente ums Leben gekommen sein. Doch auch außerhalb der Mauern experimentierte Ishii und ließ mit Bakterien verseuchte Fliegen, die zum Beispiel die Cholera hervorriefen, über chinesischen Dörfern ausschwärmen. So stieg die Zahl der ermordeten Menschen auf eine Viertel Million.

Die Tuskegee-Syphilis-Studie

1997 musste sich Bill Clinton für eine wirkliche grausame Tat entschuldigen. Von 1932 bis 1972 wurden in den USA die sogenannten Tuskegee-Syphilis-Studien durchgeführt, angeordnet vom Gesundheitsministerium der Vereinigten Staaten. Dazu wurden 399 mittellose Bauern mit der Krankheit infiziert. 1940 entdeckte man, dass Syphilis durch Penicillin heilbar ist. Die Gesundheitsbehörde wollte allerdings erforschen, wie sich die Krankheit ohne Behandlung auswirkt. Das Ministerium lockte die armen Bauern mit einer warmen Mahlzeit nach jeder Untersuchung und einer - für sie sonst unbezahlbaren - ärztlichen Behandlung. Von den 399 mit Syphilis infizierten Personen starben 28 während des Experiments und 100 an den Folgen der Krankheit. Besonders brisant: Alle Opfer waren schwarz, ein jeder der behandelnden Ärzte weiß.

Quelle: News.de

1. Gift-Fabrik

Die Sowjetunion verwendete Häftlinge in Gulags für viele Experimente, unter anderem auch für Experimente mit Gift. Nach dem Experimentieren mit Senfgas, Ricin, Digitoxin und anderen schrecklichen Chemikalien, wurde das effizienteste Gift „C-2″ entwickelt. Alle Opfer schrumpften, brachen zusammen und starben innerhalb von 15 Minuten.

2. Durchgeführte Versuche der Nazis

Von Experimenten an Zwillingen, um die Wirkung von hohem und niedrigem Druck auf den menschlichen Organismus zu testen oder das Testen der Überlebensdauer von Menschen in eiskaltem Wasser bis sie einfroren, bis hin zu Ernährungsversuchen … die Liste hört nie auf.

3. Henry Cottons Experimente

In den frühen 1900er Jahren sammelte der Arzt Henry Cotton Körperteile von Patienten. Zähne, Ohren, Finger, Zungen und innere Organe wurden den Patienten ahnungslos entfernt und verursachte dabei den Tod von 49 Menschen.

4. Syphilis

Im Jahr 1946 hat eine berüchtigte Gesundheitsorganisation eine Studie in Guatemala durchgeführt, in der sie die Wirksamkeit von einem Antibiotika auf Syphilis testen wollten. Um dies zu testen, haben sie absichtlich Prostituierte mit der Krankheit infiziert, ohne sie zu informieren. 83 Menschen starben während des Experiments.

5. LSD für Kinder

Lauretta Bender war eine angesehene Psychologin. Durch das Vertrauen der ahnungslosen Eltern, führte sie geheime Studien durch. Sie gab den Eltern sowie den Kindern LSD Tabletten. Sie behauptete, dass es gegen Schizophrenie helfen würde. 20 Kinder starben dabei.

6. Erzwungene „Operation“

In den 1940er-1980er Jahren wurden in Südafrika Lesben und Homosexuelle Soldaten dazu gezwungen, eine sexuelle Umwandlung mithilfe einer Schein-Operation durchzuführen, um Lesben und Homosexuelle zu töten.

7. Die Monster-Studie

In der Monster Studie, die im Jahr 1939 durchgeführt wurde, wollte der Stotterforscher Wendel Johnson, der selbst stotterte, mehr über das Stottern erfahren. Er trennte die Kinder in zwei Gruppen auf, lobte eine Gruppe für ihre Rede und schickte die andere Gruppe in ein Weisenhaus. Dort versuchte er, aus elf Kindern künstlich Stotterer zu machen – unter dem Deckmantel angeblicher Sprachtherapie.

8. Radioaktive Menschenversuche in den USA

Wissenschaftler verkauften im Jahr 1953 einer weltberühmten US-Universität strahlenverseuchte Cornflakes an 125 geistig behinderte Kinder in einem Waisenhaus. Fachleute wollten ermitteln, wie sich Radioaktivität in den Kinderkörpern ausbreitet.

9. Mk-Ultra

Mk-Ultra war ein Deckname der CIA für Experimente der Gedankenkontrolle. Viele Medikamente wurden den ahnungslosen „Freiwilligen“ gegeben. Alle Dokumente, die etwas mit dem Projekt zutun hatten, wurden von der CIA zerstört.

10. Einheit 731

Das schrecklichste Ergebnis des Krieges in der menschlichen Geschichte. Die japanischen Soldaten der Einheit 731 wurden dazu verpflichtet, gefangene feindliche Soldaten bei lebendigem Leib Gliedmaßen abzuschneiden und zu kastrieren aber nicht zu töten. Weibliche Gefangene wurden vergewaltigt und auf schwangere Frauen wurde solange eingeschlagen, bis sie das Kind verloren haben.

Quelle: Faktglaublich.com


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